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Letzte Änderung: 13. April 2022

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Hello Folk's

Der Einfachheit halber, auch wegen des korrekten Genderns verwende ich die 'You' (Du) Form. Wer das nicht mag, einfach wegklicken!

Einleitung zur Steganografie

Diese Webseite ist zur Information von Interessierten und wurde von mir als 'Fingerübung' gemacht.
Diese Seite ist im stetigem Aufbau und wird von mir im Laufe meiner freien Zeit immer weiter ergänzt.
Wegen des Umfangs der Themen kann diese Webseite im Besten Fall nur Atome aus den Universen Steganografie und Kryptografie herauspicken.
Vielleicht verführt Euch aber die Seite dazu, tiefer in die Materie einzudringen!

Es wäre eine Vermessenheit und Hybris zu versuchen, sich mit 'professionellen' Diensten zu vergleichen. Verfügen doch diese, wenn es dafür 'Interessen' gibt, über uneingeschränkte Mittel und Methoden, 'inquisitorische' mit eingeschlossen, Informationen zu erlangen.
Trotzdem war es immer ein Katz und Mausspiel zwischen Versteck und Aufdeckung oder Chiffrierung und de-Chiffrierung, wobei die Akteure Katze und Maus, so wie beim Kinderspiel, ständig wechseln. Einmal gewinnt die Maus, dann halt wieder die 'Gaadse'.

Steganografie gibt es seit Menschengedenken!

Steganografie wird verwendet, um Botschaften oder Nachrichten so zu verstecken, dass niemand in einer harmlos scheinenden Botschaft, Nachricht oder Situation etwas 'dahinter' stehendes vermuten würde.
Dies ist auch die Abgrenzung zur Kryptografie, die offensichtlich vorhandene Botschaften oder Nachrichten so verschlüsselt ('chiffriert') dass diese für Aussenstehende nicht gelesen oder interpretiert werden können.
Natürlich gibt es auch die Kombination zwischen Steganografie und der Kryptografie, wenn davon ausgegangen werden kann, dass 'versteckte' Botschaften oder Nachrichten 'abgefangen' werden könnten und so die wahre Nachricht unverschlüsselt zu Tage tritt.

Steganografie ist die Kunst oder Wissenschaft, Informationsinhalte unsichtbar zu machen.

Diese Techniken wurden seit immer schon mit grosser Phantasie verwendet und zwar in allen Bereichen menschlicher Kommunkikation, der Informationsweitergabe, gleichgültig mit welchen Medien und Transportwegen.
Als Beispiel möge ein 'Magier' oder Illusionist in einem Varieté dienen, der vor unseren Augen ein Kaninchen verschwinden lässt und es wieder aus dem Hut zaubert.

Geheimdienste nützten seit immer schon Tricks und Listen, geheime Botschaften durch die feindlichen Linien zu schmuggeln.
Über Jahrhunderte hinweg galten Verschlüsselungsverfahren letzlich immer als 'knackbar', die Methoden der Steganografie blieben aber, wenn erfolgreich, immer unsichtbar.

Nachfolgend, ohne priorisierung, einige Methoden der Steganografie.
Nicht immer ist es eine dahinter liegende grossartige Technik, sondern meist die abgestimmte und gut überlegte Zusammenarbeit zwischen dem Absender und und dem Empfänger einer Botschaft.

  • Signale wie Vorhänge vor dem Fenster auf oder zu, Milchflasche vor der Haustüre usw. sind einfache Zeichen etwa für: die Luft ist rein, kannst jetzt zum Tête-à-Tête kommen oder jetzt nicht.
    Diese vereinbarten Signale oder Zeichen benötigen keine Verschlüsselung und werden anders als mails oder WhatsApp chats nicht gespeichert!
  • Jargoncodes: Sind Botschaften, die in verschlüsselter Form einem Empfänger mitteilen, was tatsächlich in einer harmlos klingenden Formulierung ausgesagt werden soll. Es sind Methoden, bei denen ein Wort oder ein Satz eine andere festgelegte zweite Bedeutung hat.
    Beispiel sind umgedeutete Floskeln in politischen Aussagen, Arbeitszeugnissen usw.
  • Semagramme, etwa Morsecodes, dargestellt als Grashalme in Zeichnungen oder Vögel auf einem Telegrafendraht. Auch Musiknoten eignen sich gut für das Verstecken von Botschaften, jedenfalls solange, bis ein musikbegabter Steganograf 'unspielbare' Notenstücke als Steganogramme aufdeckt.
  • Geheimtinte: Ein Klassiker, manche haben diese schon als Kinder zum Spass ausprobiert.
    Geheimtinte soll im WK I von Mata Hari eingesetzt worden sein. Auch im WK II soll diese Methode sowohl von US als auch deutschen Agenten verwendet worden sein. Später, im kalten Krieg, soll Geheimtinte auch von DDR Agenten eingesetzt worden sein.
  • Mikrofilme in allen möglichen Verstecken, vom klassischen Schuhabsatz bis zu unverdächtigen Alltagsgegenständen zum Schmuggel über die Grenzen, oder versteckt in Zügen an ausgemachten Stellen, die die versteckten Botschaften ohne weitere Begleitung über die Grenzen bringen. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
  • Zinken: diese Zeichen signalisieren Eingeweihten wo es etwa gefährlich ist, diese können aber auch ganze Mitteilungen übermitteln.
    Beispiel: O5 am Portal der Stephanskirche war Zeichen des Widerstands. Es steht für OE (Österreich).
    5 steht für den 5. Buchstaben des Alphabets, ein 'E'.
  • Null-Chiffren: hier wird in unverfänglichen Texten wie Briefen die geheime Botschaft versteckt.
  • versteckte Bilder: etwa in den 90er Jahren erlebte diese Methode mit dem breitenwirksamen Einsatz von PC's einen Hype. Dies auch, weil zu dieser Zeit Verschlüsselungsverbote dikutiert wurden und man trotzdem, wie schon immer zu allen Zeiten, geheim kommunizieren wollte.
    Mit Hilfe von einzelnen ausgewählten und veränderten Pixeln in Bildern wurden so Nachrichten einfach versteckt.
    Heute noch einfacher, ist die Unterbringung von Information in den Metadaten (XMP, EXIF, IPTC) der Bilder, die man noch zusätzlich verschlüsseln kann oder als Jargon-Code tarnt.
    Die Schwachstelle war damals der anonyme Versand der Bilder.
    Dies hat sich mit Einsatz der sozialen Medien und deren Fülle an Bildern für die Steganografen zum Vorteil geändert. Bilder mit abgeänderten Pixeln oder Metadaten werden dann z.B. auf öffentliche Bilddatenbanken oder auf .onion Webseiten bzw. OnionShare hinterlegt. Jeder beliebige User kann dann, ziemlich anonym, diese Bilder ansehen, ohne irgend einen Verdacht zu schöpfen, dass z.B. mehr hinter einem 'Katzenbild' steckt, als eben das abgebildete Sujet.
    Nur der Wissende, wird die versteckte Botschaft in den nur ihm bekannten abgeänderten Pixeln oder Metadaten lesen können.
  • DarkWeb/DarkNet: Da im Darknet mit dem TOR Netzwerk die IP-Adressen verschleiert und die Verbindungsdaten anonymisiert werden (jedoch nicht die Identität), sind keine einfachen Rückschlüsse auf den Sender oder Empfänger mehr möglich.
    Dadurch eignet sich das DarkWeb gut für das Verstecken von Nachrichten und Botschaften.
    Bereits mit wenig 'kow how' lassen sich Webseiten einrichten oder File-sharing (z.B. mit OnionShare) betreiben.
    Auch mit Suchmaschinen lassen sich (mit Ausnahmen) keine Webseiten oder Inhalte finden, da diese nicht indexiert werden, was aber durchaus gewollt ist.
    Wichtig: Wer seine Daten über das TOR-Netzwerk unverschlüsselt verschickt, der handelt grob fahrlässig. Zum Zweck der Datensicherheit und des Datenschutzes müssen über TOR verschickte Daten immer zusätzlich verschlüsselt werden. Niemand weiß genau, wie TOR durch 'Dienste' oder Kriminelle kompromittiert ist!
  • Rundfunk und Fernsehen: Diese Medien haben den Vorteil, von jedem verdachtslos gehört oder gesehen zu werden, solange es sich nicht um deklarierte 'Feindsender' handelt.
    Frühe Methoden waren z.B. Bursts mit Morsecodes zu bestimmten Zeiten zu übertragen oder bestimmte Schlüsselworte in den Nachrichten durchzusagen. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, solange der Empfänger den Zeitpunkt und die Methoden der Nachrichtenübermittlung kennt.

Links zum Thema Steganografie

Viele dieser Links verweisen auf englischsprachige Webseiten, das ist für Monosprachler leider ein Problem.
Englisch ist in der Wissenschaft und Technik eben die 'lingua franca'.
Sorry, but that can't be changed!
Webseiten und Literatur gibt es zu Steganografie in rauen Mengen.
Nachfolgend eine winzig kleine Auswahl - ich habe mich bemüht, möglichst deutschsprachige Seiten zu finden und zu zitieren.

Was ist Steganografie?
https://norbert-pohlmann.com/glossar-cyber-sicherheit/steganografie/

Steganografie heute noch ein Thema? Wo wird es angewendet?
https://www.fhnw.ch/plattformen/iwi/2019/05/22/steganografie-heute-noch-ein-thema-wo-wird-es-angewendet/

ComputerWeekly.de
Steganographie
https://www.computerweekly.com/de/definition/Steganographie

Wikipedia
Steganografie
https://de.wikipedia.org/wiki/Steganographie

Literatur (gedruckt) zum Thema Steganografie:

Gedruckte Bücher und Literatur haben die Eigenschaft, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt auf Papier festgehaltene Fakten nachträglich nicht verändert werden können.
Dies hat den Vorteil, dass kritische Inhalte rückwirkend nicht verändert werden können, aber den Nachteil, dass neue Erkenntnisse nur in Neuauflagen berücksichtigt werden können.
Auch zum Thema Steganografie gibt es etliche Bücher und Tonnen an Fachliteratur,
zwar weniger als zum Thema Kryptografie, hier eine Empfehlung:

Klaus Schmeh
Versteckte Botschaften
Die faszinierende Geschichte der Steganografie
heise Verlag